Ende der Neunziger, frisch im Berufsleben, fiel mir das Cluetrain Manifest in die Hände. Seine These: Beim Internet geht es nicht um Technik. Es geht um den Platz, wo Menschen zusammenkommen. Diese Frage hat mich seither nicht mehr losgelassen. Durch jeden Umbruch hindurch.
25 Jahre habe ich diese Umbrüche verantwortet, vom Mitgründer bis in die Geschäftsführung. Die digitalen Aktivitäten von MediaMarkt, über vierzehn Länder. Zuletzt als CEO von one:dentsu, wo acht Gesellschaften zu einer wurden. Was ich dabei wirklich gelernt habe, war nicht das Steuern. Es war das Verbinden: von Menschen, Kulturen und Interessen, die nicht von selbst zusammenfinden.
Parallel zur Führungsverantwortung ein zweites Studium: Coaching, Supervision und Organisationsentwicklung an der Sigmund Freud Universität. Seither begleite ich Teams, die ohne Chef funktionieren müssen. Dort lernt man, was Selbstorganisation wirklich braucht: nicht Freiheit, sondern ein geteiltes Wonach.
Erst das Internet, dann die Digitalisierung, jetzt KI. Der Anlass wechselt, die Arbeit bleibt. Als Entwicklungsarchitekt führe ich beide Seiten zusammen: die digitale Transformation, die ich verantwortet habe, und die Zusammenarbeit, die ich seither begleite.
Ich arbeite als Gegenüber. Mit Haltung, Erfahrung und einem klaren Modell. Ohne Schablone.
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